Taschen für normale Fahrräder findet man reichlich, für Liegeräder ist das Sortiment im einschlägigen Handel sehr begrenzt.
Der Umstand, dass Liegeräder in Form, Aufbau und Anwendung vielfältiger und individueller sind, verhindert wohl eine Massenfertigung passender Modelle.
Bei dem Wenigen, was zur Verfügung steht, muss man oft viele Kompromisse in Bezug auf Passform, Größe und Funktion eingehen, welche sehr oft in unbefriedigenden Lösungen münden.
Irgendwie geht es schon, aber der Weisheit letzter Schluss ist es nicht...
Deswegen begann ich schon sehr früh, das Equipment für den Gepäcktransport mit meinem Liegerad selber zu gestalten.
Das gab mir die Möglichkeit, nicht nur Taschen zu bauen, die sich gut am Rad befestigen lassen und sich den Formen des Rades anpassen, sondern auch Lösungen für verschiedene Anwendungsfälle zu kreieren.
Das geht von der einfachen Hecktasche für jeden Tag über Taschensets für Overnighter und mehrtägige Reisen, mit oder ohne ohne Gepäckträger, bis hin zur großvolumigen Ausrüstung für die dreiwöchige Campingtour durch Frankreich.
Die ersten Modelle waren genäht und haben sich bestens bewährt. Auch wenn sie nicht wasserdicht waren, gab es kaum Probleme in dieser Beziehung.
Es folgten erste Versuche mit geschweißten Modellen aus TPU-beschichteten Materialien. Die Verarbeitung ging einfacher von der Hand als gedacht und mittlerweile werden alle meine Taschen nur noch geschweißt.
Packsäcke, welche oben und unten offen sind und sich einfacher befüllen und in der Größe leicht anpassen lassen.
Als ich heraus fand, dass sich auch Reißverschlüsse von Aquaguard und anderen Marken mit TPU verschweißen lassen, gab es sehr viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als bisher. Mit einer ausreichend dimensionierten Abdeckung bleibt der Tascheninhalt trocken.
Durch das Verschweißen mit beidseitig beschichtetem TPU-Material in mehreren Lagen lassen sich auch Behältnisse herstellen, die formstabil, aber trotzdem flexibel sind.
diy@einbeispiel.de